Wirtschaft

Die albanische Wirtschaft erlebt eine tiefgreifenden Wandlung von einer zentralisierten Wirtschaft, während des kommunistischen Regimes, zur freien Marktwirtschaft in der jetzigen Zeit.

Bis 1991, nach 40-Jähriger kommunistischer Diktatur, waren alle Unternehmen staatliches Eigentum und die Landwirtschaft basierte auf dem Kooperativensystem.

Die 1980er Jahre zeichneten sich durch einen niedrigen Aufschwung der Wirtschaftsentwicklung aus bis sie zum Ende der Dekade hin zum vollständigen Erliegen kam. Die Produktion erfuhr eine heftige Rezession, auch der Export erreichte einen Tiefpunkt. Das ohnehin schon chronische wirtschaftliche Defizit vertiefte sich, weil die Unternehmen unter ihrer Kapazität arbeiteten und es einen hohen Mangel an Rohstoffen gab. Zeitweise wurden bis zu 80% der Arbeiter nicht bezahlt, die Landeswirtschaft lag praktisch brach und sorgte für eine Versorgungsknappheit. Dies wiederum führte zu einer Rationalisierung der Lebensmittel für die gesamte Bevölkerung. Es entstand ein wirtschaftlich sehr schwieriger Kreislauf, denn die Unternehmen und Kooperativen boykottierten sich gegenseitig aufgrund ihrer mangelnden Zahlkraft. Dies und weitere Gründe führten zu einem kompletten Kollaps der Wirtschaft.

Der Wechsel des Sozial- und politischen Systems Anfang der 90er Jahre, wurde auch von dem Wirtschaftswandel begleitet.

Statt des einst ausschließlich staatlichen und kooperativen Besitzes existiert heute die umgekehrte Situation. Das Verhältnis zwischen privater und staatlicher Wirtschaft steht 85% zu 15%. 

Verglichen mit der Wirtschaft anderer ex-sozialistischer Staaten, ist die albanische Wirtschaft jetzt durchaus ein der liberalsten was die Preisgestaltung angeht oder die Bewegung von Kapitalanlagen. Der rechtliche Rahmen wurde einer freien Entwicklungswirtschaft angepasst. Trotz kurzer Unterbrechungen entwickelt sich die albanische Wirtschaft in einem stabilen Tempo weiter.

Im Jahr 2003 wurde die Albanische Sparkasse von der Österreichischen Raiffeisen-Bank übernommen und somit zur größten Bank Albaniens. Danach wurden alle Banken dieser Kategorie privatisiert.

Die Volkswirtschaft wächst von Jahr zu Jahr. Sogar während der Finanzkrise ab 2007 verzeichnete Albanien im Gegensatz zu den meisten anderen europäischen Ländern noch ein Wirtschaftswachstum. Im Jahr 2008 bezeichneten der Internationale Währungsfondund die World Bank die albanische Wirtschaft als die stabilste der Region. Der IWF lobte die Art wie Albanien die Krise überlebte durch richtige Fiskalpolitik, ausländische Investitionen und der Privatisierung der großen Unternehmen. Daraufhin veröffentlichte ein Ranking der Regionalen Wirtschaft, indem Albanien als das Land mit der besten wirtschaftlichen Position aufgelistet wurde.